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Last update Saturday, 17 February, 2007
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Die Frankfurter-Linie:

Pastor Gustav Otto Sallmann (30.10.1810 - 20.09.1887)
Gymnasium Bautzen, Budissin, Universität Breslau (1830-1833); Hauslehrer bei Rittersgutbesitzer von Haugwitz; ordiniert 19.04.1869. 1835 Lektor bei Maria Magdalena in Breslau, bis 1842 den kranken Pastor Urbartsch in Hermannsdorf vertreten. Meist ging er zu Fuß, da keine Eisenbahn ging, auch während einer 3jährigen Vakanz nach dem Tode von P. Urbartsch. Am 27.10.1845 von der Koenigl. Regierung als Administrator der Paroschie zum Pastor in Herrmannsdorf (Jerzmanowo bei Breslau) berufen, da die Patrone sich nicht einigen konnten. Dort 35 Jahre Pastor, als Emeritud 7 Jahre in Breslau. An Alterschwäche 1887 gestorben und in Hermannsdorf auf dem Simultan-Kirchhofe, der jetzt katholisch ist, beerdigt. Kinder 6: Emma, Anna, Ida, Martha, Paul Richard Oskar und Bertha... siehe Bild:

um 1862

Die folgenden 2 Bilder habe ich von Christa erhalten. Ich vermute, sie wurden zur gleiche Zeit wie das Obige aufgenommen:

 

 

Paul Richard Oskar (28.05.1853 - 28.11.1923)

Das Haus in Lohbrueck

Unterschrift: 

    

Das einzigste, was mir bis heute bekannt ist, dass er 44 Jahre Gutsinspektor bei den Gebr. Schoeller war. Er lebte in Lohbrück (Muchobor WLK), Kreis Breslau. Er heiratete Auguste Emile Warkus, mit der vier Kinder bekam: Max  Paul Willi, Auguste Magdalena, Elisabeth und Charlotte.

Auguste Emilie Warkus 19.10.1862 - 23.07.1934

 um 1882      

 

Kinder:

Chalotte 25.10.1900 - 01.03.1976
Elisabeth 02.06.1891 - 28.01.1971
Auguste Magdalena 08.05.1888 - 22.03.1977
Max Paul Willi 29.12.1886 - 08.10.1984
         Charlotte        Elisabeth    Magdalena   Max           um 1920

 

  Max Paul Willi Sallmann (29.12.1886 - 08.10.1984)
"Wenn man von seinen letzten 2 Jahren absieht, in denen ihn allmählich die Kräfte verließen, war er kein Kind von Traurigkeit. Wegen seiner Frohnatur war er allen bekannt. Im Bereich der A.-Damaschke Straße kannte ihn wohl jeder, wenn er bedächtig allein oder in Begleitung spazieren ging.
Ein Nachbar schrieb: „Einmal wurde er gefragt, woher er seinen "Mutterwitz" bezogen habe, vom Vater oder von der Mutter. Er antwortet: Von keinem der beiden, sondern "vom Koppe".
Das war einer seiner seiner schlesischen Ausdrücke. Er konnte nicht  verleugnen, daß er eine "Breslauer Lerge" war. Ihm war ein langes Leben vergoennt wie selten jemanden. Er wußte  nach seiner Pensionierung seinen Lebensabend zu nutzen. Die Traunsteiner Zeit war wohl die schoenste, als seine Frau noch den  Haushalt führen konnte. Er wollte nicht Opa, sondern Oa genannt werden."

Heiratsurkunde

Über eine Tante hat Max seine Frau Elsbeth kennengelernt. Diese war Wirtschaftsfräulein auf dem Dominium in Strachwitz.

 

Martha Elsbeth Frieda Knaake (26.08.1890 - 14.11.1975)
Augen: blau, Groeße 160cm

"In Liegnitz am 13.10.1919 geheiratet; in Breslau bis 1927 wohnhaft. Von 1927 - 1945 in Ratibor wohnhaft. Dort war sie sehr aktiv in der Frauenhilfe in der evangelischen Bahnhofsmission. Durch den Krieg wurde sie aus der Heimat vertrieben.
Zuflucht nach Schweinsdorf bei Rothenburg ob d. Tauber. Ohne Pension des Ehemannes ist sie mit Blumen- und Kranzbinderei über die „erste Durststrecke“ nach dem Krieg gekommen. Von Schweinsdorf zog sie nach Traunstein/Obb., wo schon ihre Schwester ihren Wohnsitz hatte.
Als die Kräfte nachließen, gaben sie und ihr Mann Max die Wohnung in Traunstein auf und zogen zu ihrem Sohn H.-J. Sallmann.
Zuletzt wohnte sie im Martha-Else-Stift, einem Altersheim, in Hofheim vertrieben. In den letzten Jahren auf den Rollstuhl angewiesen und litt mit sehr viel Schmerzen verbunden. Kaufmännisch tüchtig, strebsam, liebevolle Mutter; sehr kontaktfreudig und gesellig; große Blumen- und Gartenliebhaberin; Vorliebe für sakrale Musik, besonders für das Kirchenlied: "So nimm denn meine Hände." (beschrieben vom Sohn Hans-J. Sallmann)

Ausweis des Deutschen Rotes Kreuz

 

 

Sohn: Hans Joachim Sallmann 25.07.1920 - 04.03.1992


Die Mannheimer-Linie:

Curt Alexander Sallmann (05.02.1812 - 30.12.1880)
Erhält seine berufliche Ausbildung beim Ausbau des berühmten Landschaftsparks des Fürsten Hermann Pückler (1785-1871) in Muskau. Gärtner in Capsdorf - Parochie Rogau Dioecese Schweidnitz-Reichenbach bei Baron Zedlitz bis 1833.  Nach Wanderjahren wird  er Obergärtner des Grafen Frankenberg in Tillowitz Krs. Frankenberg, Oberschlesien und erwirbt hohe Anerkennung durch den Ausbau des dortigen Schloßparks.

Maximilian Sallmann (30.07.1846 - 15.05.1920)
siehe extra Seite

 

Paul Rochus Sallmann (16.08.1882 - 27.01.1944)
Er studierte an der Koeniglichen Gartenbaulehranstalt Proskau wird Abteilungsleiter in der Stadtgartendirektion Breslau, 1913 als Garteninspektor nach Kattowitz Oberschlesien berufen, baut dort nach Rückkehr aus der franzoesischen Kriegsgefangenschaft ab 1920 ein neuzeitliches Garten- und Friedhofsamt auf, der er bleibt auf dringende Bitte deutscher Behoerden im Amt, als Kattowitz trotz mehrheitlich deutschen Abstimmungsergebnisses zu Polen geschlagen wird. Aufgrund seiner großen Leistung für das Kattowitzer Grünflächenwesen und seines persoenlichen Ansehens wird er erst 1932 mit 50 Jahren! - vorzeitig pensioniert, inzwischen längst Gartenbaudirektor.
(Er war "Reichsdeutscher" geblieben und wurde wegen Nichtkenntnis der polnischen Amtssprache in den Ruhestand versetzt). Bleibt als freischaffender Gartenarchitekt in Kattowitz, bis er 1938 zum Gartenbaudirektor in Magdeburg gewählt wird, wo er bis zu seinem ploetzlichen Tode (Embolie nach Operation) eine rege Tätigkeit entfaltet.

 

1.Sohn: Johannes Joachim Sallmann (14.07.1912 - 01.06.1996)um 1932
Er setzte, nunmehr in der 4. Generation, die Tradition des Gärnerberufs fort. Nach dem Abitur in Kattowitz (1992) und dreijähriger Praxis studierte er 1932-36 in Berlin an der Landwirtschaftlichen und der Technischen Hochschule Gartengestaltung und Landschaftspflege Städtebau und Landesplanung und geht Ende 1936 als Diplom-Gärtner zum Gartenamt der Stadt Frankfurt/M.
Im Kriege Leutnant d. Res. Seit 1949 wieder beim Gartenamt als Abteilungsleiter Planung und Neubau und Vertreter des Amtsleiters. 1957 Amtsleiter und Gartenbaudirektor, 1975 leitender Baudirektor, 1977 Ruhestand wegen Altersgrenze. Daneben seit 1959 bis 1981 Lehrbeauftragter an der Fakultät für Architektur der TH Darmstadt, 1972 Honorarprofessor. 1979 Dr. O-Ing. E.h. der TU Berlin.
Zahlreiche Ehrenämter. Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung und des Präsidiums der Deutschen Gartenbaugesellschaft.

Frankfurter Neue Presse vom 13.07.1992
20 Jahre lang war der Schlesier Johannes Sallmann Leiter des Frankfurter Gartenamtes, dem er bereits 1936 angehoerte. Sieben Oberbürgermeister diente der gebürtige Breslauer in 41 Berufsjahren. Jetzt feiert der Mann, der lange, bevor es eine Grüne Partei gab, ein überzeugter "Grüner" war und 25 Jahre auch Naturschutzbeauftragter unserer Stadt (Frankfurt am Main) gewesen ist, morgen seinen 80. Geburtstag.

Immer wieder prägte der Honorarprofessor der TH Darmstadt seinen Studenten ein, was im selbst durch eine Schrift des internationalen Städtplaners und Architekten Ernst May aufgegangen war. Dessen Heft "Das neue Frankfurt" hatte ihm die Augen für den Wert des Stadtgrünes als "Naherholung" geoeffet. Auch nach seiner Pensionierung, als ihn die TH  Berlin zum "Dr. Ing. e.h." machte (hier hatte er übrigens studiert), setzte sich Sallmann vehement für Grünerhaltungs- und Begrünungsobjekte ein, in denen er immer eine gemeinsame Verpflichtung von Politikern und Bürgern gesehen hat. Ausgegangen ist er dabei stets von der Forderung, daß "Flächenvorsorge" im Hinblick auf Freizeitanlagen und lebendige Grünzonen vorrangig zu behandeln.

Im Gartenamt hatte es Frankfurts Obergärtner nicht immer leicht. Dem Vorwurf, daß ein "unkonventionell genutzter städtischer Park bald ungepflegt wirke", wich er nicht aus. Er forderte einfach von der Stadt mehr Mitarbeiter und von den Bürgern als Park- und Anlagenbenutzer mehr Eigenverantwortlichkeit. Durch den Wettbewerb "Frankfurt in Blumen" reichen die Spuren des vormaligen Gartenamtsleiters bis in die Gegenwart hinein. (von Jutta W. Thomasius)

2. Sohn: Wilhelm Franz Josef Sallmann